Einzelseminare

Bauen, Konstruieren, mathematische Potentiale

Bauen, Konstruieren, mathematische Potentiale

  • Termin: 06.09.2017 – 08.09.2017
  • Lehrende: Dozentin: Esther Wagner | Päd. Mitarbeiter: Kai Möller
  • Bildungsurlaub: Bildungsurlaub mgl. (unter Vorbehalt) 1
  • Beitrag: 235 €

Das Bauen und Konstruieren ist ein grundlegendes Bedürfnis von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen. Ein längerer Aufenthalt im Wald lädt uns ein zum Butzen bauen, eine Flusswanderung zum Staudamm bauen, am Meer werden zahlreiche Sandburgen gebaut, an deren Entstehung Kinder und Erwachsene lustvoll beteiligt waren.

Elementare Erfahrungen sind mit dem Thema Bauen verbunden und geben ihm daher noch einen tieferen Sinn. In unseren Bildungseinrichtungen findet dieses Bedürfnis Aufmerksamkeit in Form von eingerichteten Bauecken oder gar Bauräumen.

Es lohnt sich, diesen Bereich mit all seinen Bildungspotentialen, die er beherbergt, unter die Lupe zu nehmen und ihn in seiner Bedeutung anzuerkennen bzw. ihn auszubauen und zu erweitern.

Bauen ist eine Tätigkeit, die Kinder schon früh selbst können. Sie sind selbsttätig, sie produzieren und sind wirksam. Ein Bauwerk ist sichtbar, greifbar, vorzeigbar und somit ein Erfolgserlebnis. Dabei entsteht bei den Kindern das Gefühl von Selbstvertrauen. Erlebtes wird im Bauen wiedergegeben. Erlebnisse werden von Kindern auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet. Eine der Möglichkeiten, das zu tun, geschieht durch das Bauen. Wenn wir das Bauen nicht nur in dem kleinen Fröbelkasten angesiedelt sehen, sondern auch in den verschiedensten Materialien wie Rohre, Wäscheklammern, Stöcke, Steine, Muscheln, Dosen, Teppichreste, Fliesen u.v.m.

Da Kinder in Geschichten denken, sind auch ihre Bauwerke Teil ihrer Geschichten und Phantasien; sie werden eingebunden und benutzt. Sie stehen im unmittelbaren Kontext zu dem, was gerade in den Kindern lebendig ist.

Im Tun und ohne von Erwachsenen aufgefordert zu werden, erschließen sich die Kinder physikalische Gesetzmäßigkeiten und mathematische Grunderfahrungen, die ihnen ermöglichen, zu einem späteren Zeitpunkt abstraktere Strukturen zu verstehen. Um all diese Potentiale des Baubereiches auszuschöpfen, ist es wichtig, in erster Linie zu beobachten, wie der Baubereich genutzt wird, und zu überprüfen, ob er Anregungen braucht oder Erweiterung. Dieses besteht hauptsächlich in der Überprüfung von Baumaterialien und Umfeld: Vielfalt, Unterschiedlichkeit, Beschaffenheit und die Menge an Materialien, die Gestaltung der räumlichen Gegebenheiten, die Optimierung des Tagesablaufes, die pädagogische Haltung.

Die Materialien, die zum Bauen zur Verfügung stehen, sind ausschlaggebend für die Bildungsprozesse, die entstehen oder eben nicht entstehen. Die Beschaffenheit der Materialien beeinflusst die Handlung, die Dauer und die Qualität der Bildungsprozesse. Welche Materialien sind also sinnvoll? Als Lernbegleiter/-in hilft es, die Alltagsbrille abzulegen und sich bewusst zu werden, welche Aspekte und Facetten des Lernens in diesem Bereich stecken.

In diesem Seminar wollen wir

  • das Bauen mit unterschiedlichsten und ungewöhnlichsten Materialien selbst erfahren
  • Anregungen für didaktisch sinnvolle Materialien erhalten
  • die Potentiale zur mathematischen Bildung ausarbeiten, die in einem Baubereich stecken
  • konkrete Schritte in die eigene Alltagspraxis gehen


Bitte bringen Sie wenn möglich einen Grundriss der eigenen Kita mit.


    Esther Esther Wagner

    Esther Wagner

    Fortbildnerin für Krippen, Kindertagesstätten und Schulen, Hamburg. Fortbildnerin für Krippen, Kindertagesstätten und Schulen; Entwicklung von Raumkonzepten, Prozessbegleitung, Beratung; Erfahrung mit der „Offenen Arbeit“ in der Kita und Schule; Begleitung von (Innen-)Architekten bei der Planung von Bildungsräumen.


    Kai Kai Möller

    Kai Möller

    Diplom-Sozialpädagoge, Bad Bevensen. Schwerpunkte: Kindertagesstätten, Gesundheit, Selbsthilfe/Ehrenamt, Ökologie

Beitrag Zimmer Kosten *)
Beitrag DZ/VP 235 €
Beitrag EZ/VP 265 €

*) Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Alle Beiträge beziehen sich auf Programm, Vollverpflegung – natürlich auch vegetarisch – und Unterbringung pro Person in der angegebenen Zimmerart mit Dusche/WC. Ausdrücklich angegebene Beiträge mit Unterbringung im Einzelzimmer (EZ/VP) enthalten bereits den jeweils gültigen Einzelzimmerzuschlag. Teilnehmende aus der Region, die nicht im Hause übernachten: Bitte Re­duk­tion er­fragen.


Anmeldeformular

Oder schriftlich, per Fax oder E-Mail mit Name(n), Adresse, Tel./ Fax/ E-Mail, sowie Datum und Titel des Seminars sowie Zimmerwunsch (DZ/EZ).

Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V.
Europäisches Bildungs- und Tagungshaus
Klosterweg 4, 29549 Bad Bevensen
Tel.: (0 58 21) 9 55-0, Fax: (0 58 21) 9 55-29 9


Verwandte Themen: Erzieher/innen
1 Teilnehmende, die ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahrnehmen möchten, mögen bitte folgendes beachten: Die Bildungsurlaubs-Gesetzgebung ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Leider können wir keine Gewähr dafür übernehmen, dass der beantragte BU jeweils von den Ländern genehmigt wird. Wenn Sie Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten, denken Sie daran, diesen mindestens 6 Wochen vor Beginn bei Ihrem Arbeitgeber zu beantragen! Informieren Sie sich rechtzeitig bei uns: Tel. 05821 955-152 (Frau Graf)


Kurz-Url: http://s.gsi-bevensen.de/xut

Fragen zum Seminar

Bei inhaltlichen Fragen beraten wir Sie gern:

Kai Möller

Kindertagesstätten, Gesundheit, Selbsthilfe/Ehrenamt, Ökologie
(0 58 21) 9 55-11 5
E-Mail


Seminarprogramm

Auch dieses Jahr finden Sie bei uns ein vielfältiges Angebot an Seminaren, Fortbildungen und Bildungsurlauben.

Programmheft (PDF)

 

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Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. // Europäisches Bildungs- und Tagungshaus Bad Bevensen

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Telefon: (0 58 21) 9 55-0
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