Internationale Veranstaltungen

Europäische und internationale Zusammenarbeit fördern

Menschenfeindlichkeit - eine (un)heimliche Tradition der Aufklärung.
Ein deutsch-polnischer Workshop zu den langen Schatten des Holocausts bis in die Gegenwart.

  • Termin: 24.11.2019 – 29.11.2019
  • Dozenten: Päd. Mitarbeiter: Jonas Grygier
  • In Kooperation mit: Zespół Szkół Ogólnokształcących w Wolsztynie
  • Gefördert durch: Deutsch-Polnisches Jugendwerk
  • Zertifikat: Seminar kann mit Zertifikat abgeschlossen werden

Über Rassismus wird derzeit viel gesprochen. Doch häufig in der Form der moralischen Anschuldigung, die ein (selbst-)kritisches Auseinandersetzen mit Rassismus - bei sich und in der Gesellschaft, in der man lebt - verhindert. Dabei täte es große Not. Rassistische Strukturen und Denkweisen finden sich überall in Europa. Denn der europäische Rassismus hat eine lange Tradition: Religionskriege, Kolonialismus, Aufklärung. Die Verbrechen der Deutschen während der nationalsozialistischen Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges gehen auf diese (un)heimlichen Tradition zurück und in menschenfeindlichen Weltbildern sind sie weiterhin aktuell.

In diesem deutsch-polnischen Seminar möchten wir uns am Beispiel des Holocaust/der Shoa und den dahinter liegenden Antisemitismus, aber auch anderen gruppenbezogenen Massenvernichtungen durch die Deutschen mit aktuellen Fragen der Menschenfeindlichkeit, des Rassismus und Nationalismus beschäftigen. Denn der Antisemitismus, der im Holocaust bzw. in der Shoa gipfelte, nahm seinen Anfang in viel älteren Denktraditionen. Nicht zuletzt im Zeitalter der Aufklärung entfaltetet die Idee von "Menschenrassen" ihre Popularität und Macht. Menschen damals wollten andere Menschen nach vermeintlich physischen und biologisch beschreibbaren Merkmalen einteilen. Der Antisemitismus hat zwar noch weitere Quellen, aber auch er wurde von rassistischen Weltbildern genährt.

Und auch, wenn heute viele Rassismus ablehnen und sich vom ihm distanzieren, steckt er tief im Denken der europäischen Gesellschaften drin. Die deutsch-polnische Geschichte dient uns, darüber nachzudenken und für diese Fragen sensibler zu werden.


    Jonas Jonas Grygier

    Jonas Grygier

    . Bildungsreferent |Jugendbildungsreferent. Studium der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft; Trainer für historisch-politische und interkulturelle Bildung, mit Schwerpunkt auf deutsch-polnischem Austausch; mehrjährige Tätigkeiten in der interkulturellen und politischen Bildung.

Beitrag: Zimmer Kosten *)
Beitrag (bitte erfragen) DZ/VP

*) Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Alle Beiträge beziehen sich auf Programm, Vollverpflegung – natürlich auch vegetarisch – und Unterbringung pro Person in der angegebenen Zimmerart mit Dusche/WC. Ausdrücklich angegebene Beiträge mit Unterbringung im Einzelzimmer (EZ/VP) enthalten bereits den jeweils gültigen Einzelzimmerzuschlag. Teilnehmende aus der Region, die nicht im Hause übernachten: Bitte Re­duk­tion er­fragen.


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Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V.
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Klosterweg 4, 29549 Bad Bevensen
Tel.: (0 58 21) 9 55-0, Fax: (0 58 21) 9 55-29 9


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Jonas Grygier

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